Nachwuchsforschende in CORE


YORE – (Nachwuchsforschende) | Nachwuchsförderung und Karriereentwicklung | Gleichstellung, Vielfalt und Vereinbarkeit | Das YORE Ökosystem


YORE – YOUNG RESEARCHERS (Nachwuchsforschende)

Die Förderung und Entwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses (YORE) – Doktoranden und Postdocs – ist ein zentraler Bestandteil der Forschungseinheit CORE. Mit Forschern aus 16 Disziplinen, fünf Institutionen und einem starken Netzwerk aus 12 internationalen Hauptkoordinatoren und Kooperationspartnern bietet CORE ein außergewöhnlich reichhaltiges Umfeld für interdisziplinäre und internationale Forschung am Anfang der Karriere.

Unsere YORE-Strategie verbindet individuelle Betreuung, interdisziplinären Austausch, internationale Vernetzung, eigenständige Forschungsförderung, Publikationsunterstützung und Karriereförderung. Diese Maßnahmen ergänzen die etablierten Strukturen der JGU Mainz, der GU Frankfurt, der LMU München, der RUB Bochum und des DIPF in Frankfurt und sind darauf ausgerichtet, allen YOREs Möglichkeiten zu bieten, ihr wissenschaftliches Profil zu entwickeln, ihre methodische Kompetenz zu erweitern und nachhaltige nationale und internationale Forschungsnetzwerke aufzubauen.

Seit Beginn des Förderzeitraums hat CORE ein strukturiertes Portfolio an YORE-Aktivitäten aufgebaut und kontinuierlich erweitert. Alle Maßnahmen werden offen ausgeschrieben und stehen den YOREs in der gesamten Forschungseinheit zur Verfügung.

Ein strukturiertes Umfeld für die wissenschaftliche Entwicklung

Betreuung, Mentoring und wissenschaftlicher Austausch

Alle YOREs werden im Rahmen ihrer jeweiligen Projekte regelmäßig individuell von den Projektleitern und Betreuern ihrer Qualifizierungsarbeit betreut. Diese Betreuung auf Projektebene wird durch interdisziplinäre Forschungskolloquien ergänzt, die jedes Semester stattfinden und in denen die YOREs ihre laufenden Arbeiten vorstellen und Feedback von Forschenden aus dem gesamten CORE-Netzwerk erhalten.

CORE bietet zudem gezielte Möglichkeiten für individuelles Mentoring und wissenschaftliches Coaching. Dazu gehören Speed-Coaching-Formate mit internationalen Projektleitern und Kooperationspartnern sowie Coaching- und Methodik-Workshops im Rahmen der halbjährlichen CORE-Roundtable-Treffen.

Diese Kombination aus projektspezifischer Betreuung und projektübergreifendem Feedback ermöglicht es den YOREs, sowohl von einer engen fachlichen Begleitung als auch von breiteren interdisziplinären Perspektiven zu profitieren.

Internationale Vernetzung und Forschungsaustausch

Die Internationalisierung ist ein Kernelement des YORE-Programms. CORE unterstützt die Teilnahme an Konferenzen, Sommerschulen, internationalen Forschungsaufenthalten und Laborrotationen. Diese Möglichkeiten ermöglichen es den YORE-Teilnehmern, Erfahrungen in verschiedenen Forschungsumgebungen zu sammeln, methodisches Fachwissen zu erwerben und Kontakte zu Forschern außerhalb ihrer eigenen Einrichtung zu knüpfen.

Laborrotationen bieten die Möglichkeit, in anderen CORE-Projekten sowie in den Forschungsumgebungen internationaler Projektleiter und Kooperationspartner zu arbeiten. Die Finanzierung von Reisen und Forschungsaufenthalten ermöglicht es den YORE-Teilnehmern zudem, aktiv an internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaften teilzunehmen, anstatt die Internationalisierung auf die Teilnahme an Konferenzen zu beschränken.

Die internationale Forschungsinfrastruktur von CORE bietet einen besonders günstigen Rahmen für diese Entwicklung. Internationale Experten sind in die Forschungsaktivitäten, Roundtables, Coaching-Formate und den Forschungsbeirat von CORE eingebunden, wodurch sich für die YORE-Teilnehmer immer wieder Gelegenheiten ergeben, Feedback zu erhalten und internationale Forschungsnetzwerke aufzubauen.

Eigenständige Forschung und Publikationsentwicklung

CORE unterstützt YOREs ausdrücklich dabei, den Schritt von der Teilnahme an Projektforschung hin zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit zu vollziehen. Seit der Ausschreibung im Februar 2024 hat CORE einzelne YORE-Forschungsprojekte finanziell gefördert. Diese Projekte stehen im Zusammenhang mit dem übergreifenden Forschungsschwerpunkt von CORE, gehen jedoch über den Rahmen der Hauptstudien hinaus. Die Förderung umfasst beispielsweise Vorbereitungsarbeiten für Veröffentlichungen, einschließlich Forschungsassistenz und projektbezogener Ausgaben.

YOREs werden zudem während des gesamten Publikationsprozesses unterstützt. Maßgeschneidertes Mentoring, Möglichkeiten zur Mitwirkung an Symposien und projektübergreifenden Aktivitäten sowie die Einbindung in das breitere CORE-Netzwerk helfen Nachwuchswissenschaftler*innen dabei, ihr Publikationsprofil auszubauen und ihre internationale Sichtbarkeit zu erhöhen.

Die Entwicklung eigenständiger Forschungsprofile spiegelt sich bereits in konkreten Karriereerfolgen wider. Bis zum Herbst 2026 hatten zehn CORE-Doktoranden ihre Dissertationen erfolgreich abgeschlossen, und für den Winter 2026 werden zwei weitere Promotionsabschlüsse erwartet.

Gleichstellung, Vielfalt und Vereinbarkeit

CORE setzt sich für Chancengleichheit, Vielfalt und die Vereinbarkeit von akademischen Karrieren mit familiären und Betreuungsaufgaben ein. In Übereinstimmung mit den forschungsorientierten Gleichstellungs- und Diversitätsstandards der DFG bieten die teilnehmenden Einrichtungen etablierte Strukturen und Programme zur Förderung von Chancengleichheit und Vielfalt an. Dazu gehören institutionelle Angebote wie Karriereberatung, angemessene Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen sowie individuelle Unterstützungsmaßnahmen wie Mentoring.

CORE ergänzt diese institutionellen Strukturen durch einen transparenten Zugang zu seinen YORE-Aktivitäten und flexible Formate für den wissenschaftlichen Austausch. CORE zielt darauf ab, einheitliche, transparente und gerechte Bedingungen für die berufliche Entwicklung aller Nachwuchswissenschaftler*innen zu schaffen und dabei individuelle Karrieren und Betreuungsaufgaben zu berücksichtigen.

Von der strukturierten Förderung zur wissenschaftlichen Selbstständigkeit: CORE bietet nicht nur individuelle Fördermaßnahmen an, sondern schafft einen strukturierten Weg von der Promotion bzw. Postdoc-Ausbildung hin zur wissenschaftlichen Selbstständigkeit.

Durch diese Kombination aus strukturierter Förderung und Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Selbstständigkeit möchte CORE seine Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nicht nur dazu befähigen, ihre Qualifikationsarbeit erfolgreich abzuschließen, sondern auch eigenständige wissenschaftliche Profile sowie nachhaltige nationale und internationale Forschungsnetzwerke aufzubauen.

 

YORE als aktive wissenschaftliche Gemeinschaft

YORE-Mitglieder sind nicht nur Empfänger von Fördermitteln, sondern bilden eine aktive Gemeinschaft innerhalb von CORE. Sie tragen zum interdisziplinären Austausch projektübergreifend bei, nehmen an CORE-Konferenzen und Rundtischgesprächen teil, präsentieren ihre Forschungsergebnisse und tauschen sich mit internationalen Experten aus.

Die YORE-Gemeinschaft wird durch die gewählten bzw. ernannten YORE-Sprecher Dr. Anna Horrer und Tobias Scherer vertreten, die die Kommunikation unter Nachwuchswissenschaftlern fördern und ihre Perspektiven in die Entwicklung der CORE-Aktivitäten einbringen.